Spritkostenrechner

Stromkosten fürs Elektroauto berechnen

Beim E-Auto hängt der Preis pro Kilometer vor allem davon ab, wo du lädst. Gib an, welchen Anteil du zu Hause, an öffentlichen AC-Säulen und an Schnellladern lädst. Der Rechner mischt die Preise, schlägt den Ladeverlust auf und vergleicht mit einem Verbrenner.

kWh/100 km
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km
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€/kWh
€/kWh
€/kWh
Mehr Optionen: Vergleich mit Verbrenner, THG-Prämie
l/100 km
€/l
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  • Zu Hause –
  • AC –
  • DC –
Pro 100 km
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Pro Monat
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Pro Jahr
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Gegen Verbrenner pro Jahr
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Verbrauch in kWh/100 km mit Ladeverlust

Der Bordcomputer zeigt, wie viel Energie aus der Batterie kommt. Bezahlt wird aber die Energie, die am Zähler der Ladesäule oder im Haus abgerechnet wird. Dazwischen geht beim Laden Energie verloren: im Ladegerät des Autos, das Wechselstrom in Gleichstrom wandelt, in Kabeln, in der Batterie als Wärme und bei Kälte für die Batterieheizung. Der Verlust ist beim langsamen Laden mit wenig Leistung am größten, weil die Bordelektronik stundenlang mitläuft.

Stromkosten = Strecke ÷ 100 × Verbrauch (kWh/100 km) × (1 + Ladeverlust) × Preis pro kWh
LadeartTypischer LadeverlustBezahlte kWh bei 18 kWh/100 km
Haushaltssteckdose, 2,3 kW15–25 %20,7–22,5 kWh
Wallbox, 11 kW8–12 %19,4–20,2 kWh
Schnellladen DC5–10 %18,9–19,8 kWh

Den eigenen Verlust misst du, wenn die Wallbox oder ein Zwischenzähler die geladene Energie anzeigt: geladene kWh geteilt durch die verbrauchten kWh laut Bordcomputer seit dem letzten Laden. Ergibt das 1,12, liegt der Verlust bei 12 Prozent. Hersteller geben den WLTP-Verbrauch übrigens bereits ab Steckdose an, also inklusive Ladeverlust. Der Bordcomputer-Wert liegt deshalb oft unter dem Datenblatt, der echte Verbrauch ab Zähler darüber.

BedingungKompakt-ElektroautoSUV, Mittelklasse
Stadt und Land, Sommer14–17 kWh17–20 kWh
Stadt und Land, Winter18–24 kWh22–28 kWh
Autobahn 120 km/h18–20 kWh21–24 kWh
Autobahn 150 km/h24–28 kWh28–34 kWh

Verbrauch laut Bordcomputer in kWh/100 km, ohne Ladeverlust.

Anders als beim Verbrenner ist das E-Auto in der Stadt am sparsamsten, weil es beim Bremsen Energie zurückgewinnt und im Stand fast nichts verbraucht. Auf der Autobahn und im Winter steigt der Verbrauch stärker als beim Verbrenner, denn die Heizung lässt sich nicht mit Abwärme des Motors betreiben. Eine Wärmepumpe und das Vorheizen am Ladekabel senken den Wintermehrverbrauch deutlich.

Laden zu Hause und an der Wallbox

Zu Hause zahlst du deinen Haushaltsstrompreis, für Neuverträge 2026 meist 30 bis 40 ct/kWh. Das ist fast immer die günstigste Art zu laden. Eine Wallbox ist nicht zwingend, die Haushaltssteckdose reicht mit 2,3 kW für 50 bis 80 km pro Nacht. Für tägliches Laden ist die Wallbox aber sicherer, weil Steckdosen und alte Leitungen bei stundenlanger Volllast warm werden, und sie verliert weniger Energie.

  • Anmeldung: Eine Wallbox bis 11 kW musst du beim Netzbetreiber anmelden, über 11 kW braucht sie seine Genehmigung. Die Installation macht ein eingetragener Elektrofachbetrieb.
  • Kosten: Kauf und Installation kosten meist 1.000 bis 2.500 €, je nach Kabelweg vom Zählerschrank und nötigen Arbeiten an der Hausanschlussleitung.
  • Reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG: Als steuerbare Verbrauchseinrichtung gibt es je nach Modul pauschal rund 110 bis 190 € im Jahr Nachlass oder ein um 60 Prozent reduziertes Netzentgelt über einen separaten Zähler.
  • Drosselung: Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Engpässen kurzzeitig auf 4,2 kW begrenzen. Laden geht also immer, nur langsamer.
  • Autostromtarif: Tarife mit eigenem Zähler liegen teils 5 bis 8 ct unter dem Haushaltsstrom, der zweite Zähler kostet aber Einbau und Grundgebühr.
  • Dynamischer Tarif: Seit 2025 muss jeder Stromanbieter einen Tarif mit stündlich wechselnden Börsenpreisen anbieten. Wer nachts oder bei viel Wind und Sonne lädt, zahlt teils unter 25 ct/kWh. Nötig ist ein intelligentes Messsystem.
  • Photovoltaik: Mit eigener Solaranlage kostet die selbst geladene kWh nur die entgangene Einspeisevergütung von rund 8 ct. Eine PV-fähige Wallbox lädt dann gezielt mit dem Überschuss.

Wer einen Dienstwagen zu Hause lädt, kann sich den Strom vom Arbeitgeber steuerfrei erstatten lassen, entweder nach Zähler oder mit einer monatlichen Pauschale.

Öffentlich laden: AC- und DC-Preise

Öffentliche Ladesäulen gibt es in zwei Arten. An AC-Säulen mit Wechselstrom lädt das Auto mit 11 oder 22 kW über das eigene Ladegerät. Das dauert mehrere Stunden und passt zum Laden beim Einkaufen, im Parkhaus oder über Nacht. DC-Schnelllader liefern Gleichstrom mit 50 bis über 300 kW direkt in die Batterie. Von 10 auf 80 Prozent dauert es 20 bis 40 Minuten. Für das Tempo zahlst du mehr.

LadeortPreis pro kWhKosten pro 100 km bei 18 kWh + 10 %
Zu Hause0,30–0,40 €5,94 €–7,92 €
Öffentlich AC mit Tarif0,40–0,60 €7,92 €–11,88 €
Schnellladen DC mit Tarif0,50–0,70 €9,90 €–13,86 €
Schnellladen ad hoc0,70–0,89 €13,86 €–17,62 €

Abgerechnet wird in Deutschland nach Eichrecht pro kWh, nicht nach Minuten. Den Preis siehst du vor dem Start in der App, an der Säule oder per QR-Code. Am Schnelllader lohnt es sich, nur bis 80 Prozent zu laden: Darüber sinkt die Ladeleistung stark, du stehst länger und die Blockiergebühr rückt näher.

Blockiergebühr: Viele Anbieter berechnen nach 4 Stunden an AC-Säulen oder nach 45 bis 60 Minuten am Schnelllader 10 ct pro Minute zusätzlich, meist gedeckelt bei 12 bis 20 €. Wer über Nacht an der AC-Säule stehen bleibt, zahlt dann schnell mehr für das Parken als für den Strom. Nachts gilt bei manchen Anbietern eine Ausnahme.

Ladetarif oder Ad-hoc-Laden

Ad hoc heißt: ohne Vertrag mit Kreditkarte, Debitkarte oder per QR-Code an der Säule zahlen. Neue Schnelllader ab 50 kW müssen das nach der EU-Verordnung AFIR seit April 2024 mit Kartenterminal ermöglichen. Bequem ist das, aber meist der teuerste Weg. Mit einer Ladekarte oder App eines Anbieters zahlst du weniger pro kWh, je nach Tarif mit Monatsgebühr.

0 €

Tarif ohne Grundgebühr

Lohnt für alle, die selten öffentlich laden. Preis pro kWh liegt zwischen Ad hoc und Abo.

5–18 €

Tarif mit Monatsgebühr

Lohnt ab etwa 100 kWh öffentlichem Laden im Monat, wenn die kWh dafür 10 bis 20 ct günstiger ist.

bis 0,89 €

Ad hoc

Ohne Vertrag, nur für Ausnahmen auf Reisen sinnvoll. Preis vor dem Start an der Säule ablesen.

Rechne beim Abo die Grundgebühr auf die kWh um: 12 € bei 80 kWh im Monat sind 15 ct pro kWh obendrauf. Dann ist der günstige Abopreis oft teurer als ein Tarif ohne Grundgebühr. Die Preise an derselben Säule unterscheiden sich je nach Ladekarte teils um 30 ct pro kWh, weil der Kartenanbieter mit dem Säulenbetreiber eigene Roaming-Preise aushandelt. Am günstigsten ist meist der Tarif des Betreibers, an dessen Säulen du am häufigsten lädst. Viele Autohersteller bieten eigene Ladetarife an, die im ersten Jahr nach dem Kauf vergünstigt sind.

Kosten pro 100 km gegen Verbrenner

Ob das E-Auto pro Kilometer günstiger ist, entscheidet fast nur der Anteil des Ladens zu Hause. Die Tabelle rechnet mit 18 kWh/100 km und 12 Prozent Ladeverlust, also gut 20 kWh, gegen Verbrenner mit Realverbrauch und Preisen von 2026.

Antrieb und LadeprofilPro 100 kmPro Jahr bei 15.000 km
E-Auto, nur zu Hause, 0,36 €7,26 €1.088,64 €
E-Auto, 70 % Haus, 10 % AC, 20 % DC8,97 €1.345,68 €
E-Auto, nur Schnellladen, 0,69 €13,91 €2.086,56 €
Benziner, 6,5 l E10 zu 2,16 €14,04 €2.106,00 €
Diesel, 5,5 l zu 2,28 €12,54 €1.881,00 €

Wer nur am Schnelllader lädt, zahlt pro Kilometer etwa so viel wie mit einem Benziner. Bei überwiegendem Laden zu Hause halbieren sich die Energiekosten gegenüber dem Verbrenner. Bei 15.000 km im Jahr sind das rund 1.000 €.

Beispiel Langstrecke: München nach Hamburg, 780 km bei 120 bis 130 km/h, rund 21 kWh/100 km ab Säule, also 164 kWh. Mit voll geladenem Akku von zu Hause starten deckt 50 kWh zu 0,36 € ab, das sind 18 €. Die restlichen 114 kWh kommen an zwei Schnellladestopps zu 0,59 € mit Tarif, das sind 67 €. Zusammen 85 €, pro 100 km knapp 11 €. Ein Benziner mit 7,5 l zu 2,16 € kostet auf derselben Strecke rund 126 €.

Neben der Energie gibt es weitere Unterschiede bei den laufenden Kosten. Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035. Die Wartung ist günstiger, weil Ölwechsel, Zündkerzen, Auspuff und Kupplung entfallen und die Bremsen durch Rekuperation weniger verschleißen. Dazu kommt die THG-Quote: Halter können die eingesparten Emissionen ihres Autos einmal im Jahr über einen Quotenhändler verkaufen, zuletzt für etwa 50 bis 100 €. Dagegen stehen teils höhere Versicherungsbeiträge und ein oft schnellerer Reifenverschleiß. Was ein Verbrenner pro Kilometer insgesamt kostet, zeigt der Fahrtkostenrechner.