Tankrechner: Kosten einer Tankfüllung und Reichweite
Tankgröße, aktuellen Füllstand und Verbrauch eintragen. Der Rechner zeigt, was das Volltanken jetzt kostet, wie weit du mit dem Rest noch kommst und wie oft du auf einer Strecke tanken musst.
Tankvolumen des eigenen Autos finden
Das Tankvolumen steht nicht in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Du findest es in der Betriebsanleitung unter „Technische Daten“ oder „Füllmengen“, im Datenblatt des Herstellers, im Verkaufsprospekt oder in Typdatenbanken wie dem ADAC-Autotest. Manche Hersteller nennen einen Wert mit und einen ohne Reserve. Der Rechner braucht das Nennvolumen, also den größeren Wert.
| Fahrzeugklasse | Typisches Tankvolumen | Reichweite bei Realverbrauch |
|---|---|---|
| Kleinwagen | 35–45 l | 650–800 km |
| Kompaktklasse | 45–55 l | 700–850 km |
| Mittelklasse, Kombi | 55–70 l | 800–1.100 km |
| SUV | 55–80 l | 600–900 km |
| Transporter | 70–90 l | 700–900 km |
| Plug-in-Hybrid | 35–45 l | 500–700 km mit leerem Akku |
Bei Hybriden ist der Tank oft kleiner als beim reinen Verbrenner desselben Modells, weil der Akku Platz braucht. Autos mit Autogas haben zwei Tanks: den Benzintank und einen LPG-Tank in der Reserveradmulde mit meist 40 bis 70 Litern Nennvolumen, der nur zu 80 Prozent gefüllt wird. Für die Reichweite auf Gas rechnest du deshalb mit 32 bis 56 Litern und einem Verbrauch, der etwa 20 Prozent über dem Benzinwert liegt.
Kennst du das Volumen nicht, fahr bis kurz nach dem Aufleuchten der Reserveleuchte und tank voll. Getankte Liter plus Reserveinhalt aus der Anleitung ergeben das Volumen. Viele Tanks nehmen bis zum Rand des Einfüllstutzens 2 bis 5 Liter mehr auf als angegeben, deshalb ist die Messung beim ersten Abschalten der Zapfpistole verlässlicher.
Reserve und Restmenge beim Tanken
Die Reserveleuchte geht bei den meisten Autos an, wenn noch 5 bis 10 Liter im Tank sind, bei großen SUV auch 12 Liter. Das reicht je nach Verbrauch für 50 bis 120 km. Bei „leer“ tankst du deshalb nie das volle Nennvolumen nach, sondern meist 80 bis 90 Prozent davon. Bei einem 50-Liter-Tank sind das typischerweise 40 bis 45 Liter.
Den aktuellen Füllstand für den Rechner liest du an der Tankanzeige ab. Die Nadel arbeitet nicht linear: Bei vielen Autos bleibt sie nach dem Volltanken lange oben und fällt im unteren Viertel schneller, weil der Tank unten schmaler ist oder der Geber so abgestimmt ist. Eine Restreichweite im Bordcomputer ist meist der bessere Anhaltspunkt: Restreichweite × Verbrauch ÷ 100 ergibt die Liter im Tank.
- Restreichweite im Bordcomputer ist eine Hochrechnung aus dem Verbrauch der letzten 30 bis 50 km. Nach Stadtfahrt unterschätzt sie die Reichweite, nach ruhiger Fahrt in der Ebene überschätzt sie die Reichweite für Berg und Autobahn danach.
- Leerfahren schadet: Die Kraftstoffpumpe im Tank wird vom Kraftstoff gekühlt und geschmiert. Läuft sie trocken, kann sie überhitzen. Beim Diesel zieht das System Luft, der Motor muss je nach Modell in der Werkstatt entlüftet werden. Ablagerungen vom Tankboden können außerdem den Filter zusetzen.
- Liegenbleiben auf der Autobahn wegen leerem Tank gilt als vorhersehbar und verbotenes Halten. Es kostet ein Verwarngeld, bei Gefährdung anderer auch mehr.
- Reservekanister: Privat erlaubt sind in Deutschland zugelassene Kanister mit höchstens 60 l je Behälter und bis zu 240 l insgesamt. Praktisch reicht ein 10- oder 20-Liter-Kanister aus Metall oder geprüftem Kunststoff. Im Ausland und auf Fähren gelten teils strengere Regeln.
- Gewicht eines vollen Tanks: 50 l Benzin wiegen rund 37 kg, Diesel rund 42 kg. Der Mehrverbrauch liegt unter 0,1 l/100 km und rechtfertigt kein ständiges Halbtanken.
Kosten einer vollen Tankfüllung
Eine volle Tankfüllung kostet Liter mal Literpreis. Die Tabelle rechnet mit dem Nennvolumen und typischen Durchschnittspreisen, die die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe aus den Meldungen aller Tankstellen errechnet. Real zahlst du bei Tankstopp mit Reserveleuchte etwa 15 Prozent weniger, weil ein Rest im Tank bleibt.
| Tankvolumen | E10 2,16 €/l | E5 2,22 €/l | Diesel 2,28 €/l |
|---|---|---|---|
| 40 l | 86,40 € | 88,80 € | 91,20 € |
| 50 l | 108,00 € | 111,00 € | 114,00 € |
| 60 l | 129,60 € | 133,20 € | 136,80 € |
| 70 l | 151,20 € | 155,40 € | 159,60 € |
Wo du tankst, verändert den Preis stärker als die Sorte. An Autobahntankstellen kommen pro Liter 15 bis 30 ct dazu, das sind bei 50 Litern 7,50 bis 15 € pro Füllung. Freie Tankstellen liegen oft 2 bis 5 ct unter Markentankstellen. Seit April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben, senken dürfen sie jederzeit. Kurz vor 12 Uhr und am Abend ist es deshalb meist am günstigsten. Aktuelle Preise zeigen Apps und Websites, die die Daten der Markttransparenzstelle nutzen.
Für das Monatsbudget zählt nicht die einzelne Füllung, sondern die Fahrleistung. Bei 6,5 l/100 km, 2,16 €/l und rund 42 l pro Tankstopp ergeben sich:
| Kilometer pro Monat | Liter | Spritkosten | Tankstopps |
|---|---|---|---|
| 500 km | 32,5 l | 70,20 € | 0,8 |
| 1.000 km | 65,0 l | 140,40 € | 1,5 |
| 1.500 km | 97,5 l | 210,60 € | 2,3 |
| 2.000 km | 130,0 l | 280,80 € | 3,1 |
Wie sich die Kosten auf einzelne Fahrten und Mitfahrer verteilen, rechnet der Spritkostenrechner.
Reichweite aus Verbrauch und Tankinhalt
Ein 50-Liter-Tank bei 6,5 l/100 km reicht rechnerisch 769 km. Für die Planung ziehst du die Reserve ab, denn niemand fährt bis zum letzten Tropfen. Mit 15 Prozent Puffer bleiben 654 km. Entscheidend ist der Verbrauch der geplanten Strecke, nicht der Jahresdurchschnitt. Bei 150 km/h auf der Autobahn verbraucht derselbe Wagen schnell 8 bis 9 Liter, dann sinkt die Reichweite auf unter 600 km. Bei gleichmäßigen 110 km/h liegt er oft unter dem Durchschnitt, und die Reichweite steigt über 800 km.
Den Verbrauch für deine Strecke kennst du am besten aus einer eigenen Messung. Wie das geht, steht auf der Seite Spritverbrauch berechnen. Umgekehrt lässt sich aus der Formel auch der Verbrauch ablesen, den du nicht überschreiten darfst: Für 700 km mit 45 nutzbaren Litern sind es 45 ÷ 700 × 100 = 6,4 l/100 km.
Tankstopps für lange Strecken planen
Auf Fahrten über 600 km lohnt es sich, die Stopps vorher festzulegen, statt zu warten, bis die Leuchte angeht. Dann musst du nicht an der nächsten Autobahntankstelle halten, sondern steuerst eine günstige Tankstelle wenige Minuten neben einer Ausfahrt an.
Nutzbare Reichweite berechnen: Tankinhalt minus Puffer, geteilt durch den Autobahnverbrauch. Beispiel: 50 l, 15 Prozent Puffer, 7,5 l/100 km ergeben 567 km.
Zahl der Stopps: Strecke durch nutzbare Reichweite teilen, aufrunden und eins abziehen. 1.100 km ÷ 567 km ergibt 1,94, aufgerundet 2, also ein Tankstopp bei Start mit vollem Tank.
Tankort wählen: Den Stopp an eine Stadt oder ein Autohof mit Ortstankstelle in Autobahnnähe legen. Lieber 80 km früher tanken als an der Raststätte. Bei 40 l Füllung spart das 6 bis 12 €.
Grenze nutzen: Bei Fahrten ins Ausland vor oder hinter der Grenze tanken, je nachdem wo der Liter billiger ist. Die Unterschiede liegen oft bei 20 bis 40 ct. Mehr dazu auf der Seite Spritkosten im Ausland.
Nachts vorsorgen: Viele Ortstankstellen schließen zwischen 22 und 6 Uhr, Automaten nehmen nicht jede Karte. Wer nachts fährt, startet voll oder tankt am Abend nach.
Pausen zusammenlegen: Eine Pause alle zwei Stunden ist für den Fahrer ohnehin sinnvoll und lässt sich mit dem Tankstopp verbinden.
Weniger Reichweite: Winter, Anhänger, Dachbox
Alles, was den Verbrauch erhöht, verkürzt die Reichweite im selben Verhältnis. Bei Fahrten mit Zusatzlast planst du deshalb mit einem eigenen Verbrauchswert. Die Tabelle geht von 769 km mit vollem 50-Liter-Tank bei 6,5 l/100 km aus.
| Bedingung | Mehrverbrauch | Reichweite |
|---|---|---|
| Ohne Zusatzlast | – | 769 km |
| Winter, Heizung, Winterreifen | +15 % | 669 km |
| Dachbox | +1,5 l | 625 km |
| Voll beladen, 4 Personen und Gepäck | +1 l | 667 km |
| Wohnwagen, Tempo 100 | +40 % | 549 km |
| Autobahn 150 km/h | +35 % | 570 km |
| Gebirge, viele Steigungen | +10–20 % | 640–700 km |
Mit Anhänger gilt in Deutschland Tempo 80, mit 100-km/h-Zulassung Tempo 100. Das bremst den Mehrverbrauch etwas, trotzdem solltest du bei Wohnwagenfahrten alle 400 bis 450 km einen Tankstopp einplanen. Bei Kälte unter −10 °C kann Diesel ohne Winterzusätze flocken. Ab Mitte November verkaufen Tankstellen in Deutschland Winterdiesel, der bis etwa −20 °C fließfähig bleibt. Wer im Herbst mit vollem Sommerdiesel-Tank in die Berge fährt, tankt vorher besser nach.